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Home Projects Johann H. Merck

theatre play 2 german

Gruppe 2: Erstes Treffen von Merck und Goethe

 

Personen: Merck(M)/Goethe(G)/Schlosser(S)/Kellner(K)

 

Schauplatz: Gasthaus, Darmstadt

 

Szene:

(M/G/S betreten das Gasthaus)

 

Kellner:             Ah, der gute Herr Goethe. Der übliche Platz? Den gleichen Wein wie sonst?

Goethe:            Wie immer (euphorisch). Aber wir brauchen heute einen zusätzlichen Stuhle für                    meinen neuen Freund Merck.

 

(K führt die drei zu dem Tisch / holt einen zusätzlichen Stuhl)

 

Kellner:             Und was wollen die Herren?

Schlosser:             Bitte meinen üblichen Wein.

Merck:             Ich nehme das gleiche wie der Herr Goethe.

 

(K geht und holt Wein)

 

Goethe:             Merck war euer Name nicht wahr?

Merck:             Mercklich kein Problem mit meinem Namen ich vermag zu sagen, „Merck“ es dir.

 

(K bringt etwas Gebäck und Wein)

 

Schlosser:     Man kann schon sagen, ein recht merckwürdiger Name, der einem merckwürdig ist.

Goethe:             Genug der Wortverdreherei.

Schlosser:             Wie war eure Zeit in der Schweiz, Heinrich?

Merck:            Wahrlich, die Eidgenossen wissen wie man Schnaps macht. Aber nicht, wie man ihn                   trinkt. Ein paar Schlucke genügen und schon tanzen sie auf dem Tisch.

 

(Die Stimmung wird heiter)

 

Goethe:             Ich hörte ihr habt euch ein Schweizer Weib ergattert? Sind die Schweizer Weiber                         auch so wie der Schweizer Schnaps?

Merck:             Meine Liebste war das einzige neben empfindsamen Briefen, die in der öden                                  Schweiz mein Geist erquickte. Und wenn ihr es für euch selbst sehen wollt, ich und                       einige meiner Freunde halten oft Dichterzirkel. Wie wäre es demnächst bei mir                              daheim?

Goethe:             Wahrlich besser als das öde Frankfurt, wo ich nur der Literatur fröhnen kann.

                        Es ist Zeit für etwas Neues. Mit Leuten des Geistes empfindsame Briefe und                               Literatur zu besprechen, scheint verlockend.

Merck:             Das sehe ich auch so. Dann freue ich mich schon auf ihr Dabeisein.