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Home Projects Johann H. Merck

theatre play german 4

Gruppe 4: Mercks Selbstmord

 

Personen:  Haushälterin, Merck, seine Frau Louise, Erzähler, Briefträger

Haushälterin bringt den Wein hinein... Merck und seine Frau Louise nicken dankend.

Louise: „Was ist denn los mit dir Schatz? Du guckst so traurig.“

Merck: „Ich weiß nicht. Nichts, was ich schaffe und erfinde, bringe ich wirklich zu Ende. Alle meine Freunde aus dem Darmstädter Kreis sind erfolgreicher als ich!“

Louise: „Aber Schatz deine Kritiken sind doch hoch geachtet und für mich bist du der Größte.“

Sie steht auf und umarmt den sitzenden Merck.

Merck: „Du hast doch keine Ahnung dummes Weib!“

Louise: „Ach du hast wieder zu viel getrunken! Mach das du weg kommst!“

Merck(geht): Ich gehe zum vereinbarten Treffen des Darmstädter Kreises, dort  versteht mich jeder besser.“

Es klopft an der Tür, Merck macht auf. Es ist der Briefträger, der ihm einen Brief in die Hand gibt. Merck geht aus der Tür und liest ihn auf dem weg zu seinem Freund.

Merck(liest den Brief laut vor):
„Sehr geehrter Herr Merck, es ist bedauerlich ihnen mitteilen zu müssen, dass ihr Sohn in der letzten Nacht an Tuberkulose gestorben ist.“

Merck setzt sich auf eine Bank und hält kurz inne.

Merck:
„Oh mein Gott, mein armes Kind, er war noch zu jung zum Sterben. Wie soll ich das Louise nur erklären. Alles in meinem Leben ist gescheitert, nicht einmal meinen Sohn konnte ich am Leben erhalten. Ich halte es nicht mehr aus. Der Knoten in meinem Hals schnürt mir die Luft zum Atmen ab. Ich möchte diese Welt verlassen, ich kann diesem Druck und diesem Schmerz nicht mehr standhalten.“

Merck verlässt die Bank fest entschlossen, der Situation zu entfliehen. Er geht nach Hause, dort angekommen stürmt er sofort in sein Arbeitszimmer. Nach eine Flasche Wein beschließt er  einen Brief an den Darmstädter Kreis niederzuschreiben. Nachdem er seinen letzten Satz verfasst hatte, klingelte es an der Tür, Merck geht zur Tür und öffnet sie. Es ist Goethe der geklingelt hat.

Merck:
„Goethe, mein Freund, es tut mir Leid, dass ich nicht erschienen bin, aber dieser Brief wird alles erklären. Bitte lies ihn meinen treuen Freunden aus dem Darmstädter Kreis vor.“ 

Merck zieht sich zum Nachdenken in seinen Weinkeller zurück. Währenddessen liest Goethe den Brief im Darmstädter Kreis vor.

Goethe:
„Meine edlen Freunde, es tut mir Leid euch mitteilen zu müssen, dass ich dem Druck dieser Welt nicht mehr standhalten kann. Schon lange seid ihr mit meinen Problemen vertraut, die mein Leben in diese Krise gedrängt haben. Schon lange habe ich mit dieser Mittellebenskrise zu kämpfen“

Goethe erkennt die Botschaft im Brief und eilt zu Merck. Doch da war es schon zu spät Merck hatte sich schon vom Leben verabschiedet.